Gunters Musik

„Seit mehr als zehn Jahren mache ich Live-Musik, und wenn man von einigen Duo- und Kleinprojekten oder Aushilfen bei Freunden und Kollegen mal absieht, bin ich die ganze Zeit über Sänger und Texter der Altstadt-Blues-Band gewesen. Das werde ich mit Gewissheit auch bleiben, solange es mir gefällt und Spaß macht.

In dieser Zeit hat sich jedoch eine beachtliche Menge von Liedern angesammelt, die zwar aus meiner Feder stammen, aber nicht ins musikalische Konzept der Altstadt-Blues-Band passen. So kam es, dass manche Lieder jahrelang in der Schublade lagen, ohne dass sie je ein Mensch zu hören bekam.

Das ist einer der Gründe, weshalb ich im März 1995 das Gunter-Fröhlich-Ensemble gründete.

Zudem wollte ich dem Liedermacher in mir etwas mehr Raum geben; das wurde mir nur möglich, indem ich mich ein paar Schritte von der Altstadt-Blues-Band entfernte.

Das Gunter-Fröhlich-Ensemble gibt mir die Gelegenheit, all meine musikalischen Ideen frei von stilistischen Vorgaben in die Tat umzusetzen. So spannt sich der musikalische Bogen von Jazz zu Folk oder Latin zu Pop. Entsprechend konnte ich textliche Inhalte den dazu passenden Stilrichtungen zuordnen.

Wo man meine Lieder einordnen soll, ist schwer zu sagen. Ich lasse mich beim Schreiben von vielen verschiedenen Einflüssen leiten. Mal ist es ein ganz bestimmter Künstler, der auf mich wirkt, dann ist es wieder irgendeine Stilrichtung, die mich steuert. Das macht es unmöglich, eine übliche „Schublade“ zu finden. Mal ist es ein traditionelles Lied, mal ein modernes; mal baut sich alles auf „simple“ volksliedhafte Akkorde auf, dann wird es wieder schräger (jazziger).

Ich glaube, das reellste Bild meiner Musik kann sich der Hörer selbst machen, indem er ein Konzert des Gunter-Fröhlich-Ensembles besucht, sich zurücklehnt und die verschiedenen Stimmungen auf sich wirken lässt.“

 

Gunter Fröhlich
im November 1995